Pressebericht vom 20.02.2011

Wenn der Pflegenotstand Höhepunkt ist...

wird beim Faschingsclub Ulfa Weiberfasching gefeiert
Über 200 Närrinnen bringen das Bürgerhaus zum Kochen

 

(em). Eine schwungvolle Polonaise durch Ulfas Bürgerhaussaal bildete den Auftakt für den Weiberfasching des Fasching Clubs Ulfa (FCU), zu dem über 200 Närrinnen aus der Region gekommen waren. Das unschlagbare Duo auf dem Podium, Sonja Arnold und Sylvia Sauer, führte durchs Programm. Und das Publikum sparte nicht an Raketen und Tumultapplaus für die Darbietungen.

Schon die Jugendgarde zeigte einen wirkungsvollen, gruselig-attraktiven Showtanz. Als schwarz-glitzernde Riesenspinnen gaben die Tänzerinnen ihrer Beute im Netz keine Chance zu entrinnen. „Alt und dabbelig“ - so klagte die kleine Lisa-Marie Bach als Oma in der Bütt über tausend Wehwehchen. Shoppen gehen wollten Hilde (Kathrin Ludwig) und Elvira (Michaela Knöpp). Während sie auf den Bus warteten, nahmen sie erst ihre Männer, dann sich gegenseitig auf die Schippe und endeten ihre Szene mit einem heißen Twist. Knappe Silberglitzerkleidchen, Discostimmung und raffinierte Beleuchtungseffekte - so heizten die Gardemädchen als „Girls go gaga“ beim Lady Gaga-Tanzmedley die Stimmung an. Sylvana Schmittberger und Cindy Arnold hatte diese effektvolle Nummer einstudiert. Zimperlich geht es beim Weiberfasching niemals zu, und so lachte das Publikum auch über Traudel Orths Verse vom „Bombes lasse“. Die Aktivistin des Faschingsclubs Einartshausen steht schon lange Jahre in der Bütt. Mit von der Partie waren auch die Rainröder „Limited Edition“-Tänzerinnen, die als Piratenbräute auf „Fluch der Karibik“ setzten.

Als musikalische Vollbluteuropäer zeigten sich „Martin und Martin“ (Martin Ritter und Klaus Martin). Mit Gitarrenbegleitung sangen sie „Seven drunken nights“, das urkomische Lied vom heimkehrenden, stark beschwipsten Ehemann, der alles - einschließlich des Platzes neben seiner Frau im Bett - besetzt findet, was im oberhessischen Text der beiden einen besonderen Charme hatte. Da legten doch die Ulfaer Frauen gleich nach. Ein Riesenbett stand auf der Bühne. Fürsorglich schickte die Ehefrau (Sylvia Sauer) den unbedarften Ehemann (Stefanie Jüngling) in den Sprachkurs und machte das vorgewärmte Plätzchen für ihren Lover (Andrea Schneider) frei. Aber der Ehemann kam früh zurück und verzweifelte fast beim Zählen: Warum sind sechs Füße unter der Decke statt vier?

Beim Weiberfasching sind hilfsbereite Männer mit „Geschlechtsumwandlung“ unentbehrlich: so die fleißigen Kulissenschieber „Maxilimiliane“ Schanz, „Kevine“ Sauer und „Patrizia Döll“ wie auch die Protokollerin „Marieche“ Emmel. Im süßen Kleidchen war auch das Duo der Partyband „Flash Dance“ gekommen, das in der Pause das Publikum zu einer heißen Schunkelrunde aufstachelte.

Pannen sind unvermeidlich, wenn die „Friedhofsschnallen“, Klassiker des Ulfaer Karnevals, gemeinsam nach Mallorca fliegen: Sei es das von der Weihnachtsfeier in der Tasche verbliebene Käsebrot, sei es das Zäpfchen im Ohr („Ei, jetzt waas eich, wo mei Hörgerät hingekomme iss...“).

Zwischen Hardrock und Punk, zwischen AC/DC- und Kiss-Titeln legten die „Crazy Dancers“ einen effektvollen Showtanz hin. Der absolute Höhepunkt des Programms war die Pantomime „Pflegenotstand“. Rationalisierung ist alles: Trillerpfeifensignale leiteten den Gruppenbesuch auf dem Topf ein, der Waschlappen, immer geruchsintensiver, wanderte von Gesicht zu Gesicht, der Schluck Gurgelwasser von Mund zu Mund - sieht so unsere Zukunft aus? Den temperamentvollen Applaus hatten Altenpflegerin Diana Schad und die Pflegefälle Monika Zinnel, Christina Strecker, Sylvia Sauer, Stefanie Jüngling, Diana Götz, Saskia Schmidt und Andrea Schneider absolut verdient.

Süß zurechtgemacht, in Stiefelchen und Ballerinaröckchen, legte die Gruppe „Streetgang“ ihren Showtanz „Lollypop“ hin. Sie nennen sich selbstironisch „Gruftis“ - aber den Schwarzlicht-Showtanz macht ihnen keiner nach. Viel Applaus gab es auch für den Auftritt der mittleren Jahrgänge im FCU. Schlagfertiger Kommentar Sonja Arnolds: „Das sei die Gleiche, die grad uffm Dippche saße...“ Gleich zwei Gruppen ließen beim Männerballett die Hüllen fallen: Die Ulfaer Herren als Polizisten warfen nach „YMCA“-Klängen ihre Uniformen ab. Und die Tänzer aus Eichelsachsen, im Nonnenhabit zu Glockengeläut sittsam angezogen, zeigten sich nach dem Stich eines Teufelchens ausgesprochen sündig in Lack-Leggins und rückenfreien Glitzertops.

Dann blieb nur noch das Stimmungspotpourri des Ulfaer Männerballets „Konfettis“, eine abschließende Polonaise und 200 vergnügte Frauen, die lange nach Mitternacht noch zusammen feierten.

              Manchmal bedarf es keiner Worte: „Pflegenotstand“ war der pantomimische Beitrag        Die Garde des gastgebenden FCU beim Tanz zu Lady Gaga-Hits.
betitelt, der den Höhepunkt des Weiberfaschings im Ulfaer Bürgerhaus darstellte.

Die Garde des gastgebenden FCU beim Tanz zu Lady Gaga-Hits.

 

Einen effektvollen Showtanz zeigten die „Crazy Dancers“ zu Titeln von AC/DC und Kiss.

Quelle: Kreis-Anzeiger für Wetterau und Vogelsberg (http://www.kreis-anzeiger.de)

 

 

 

Pressebericht vom 15.02.2010

Mädchen, die einen Mann suchten, gingen ziemlich leer aus

Zahnarzt, Putzfrauen und Fliegerasse als Stimmungskanonen beim Weiberfasching in Ulfa

(ih). Die Aktiven des Ulfaer Faschings Clubs hatten auf den vorhergehenden zwei Sitzungen bereits reichlich Gelegenheit gehabt, ihre Nummern zu perfektionieren. Entsprechend souverän zeigten sie sich nun beim Weiberfasching vor ausgelassen feiernden Närrinnen im Bürgerhaus Ulfa. Gewürzt wurde das Programm mit Tanz- und Gesangsauftritten auswärtiger Clubs.

Mit einer Polonaise wurde die Sitzung eingeläutet, dann präsentierte die siebenjährige Lisa-Marie Bach auswendig und frisch von der Leber weg ihre Büttenrede als kleine Tanzmaus. Das Gardepaar wirbelte zu "Time of my Life" über die Bühne, danach verarzteten Marvin Haas und Christin Schmidt im Sketch von Zahnarzt "Dr. Schnaller" die arglose Patientin Elisa Arnold. "Die wilden 13" aus Einartshausen enterten fackelschwenkend als hübsche Piratinnen die Bühne, führten mit schönen Formierungen und rasselnden Säbeln einen Freibeutertanz auf.

Mager war die Ausbeute auf dem Weiberfasching für Kathrin Ludwig und Michaela Knöpp als "Mädchen, die einen Mann suchen". Mit dem Showtanz "Total Eclipse of the Heart" war die Jazztanzgruppe aus Gonterskirchen angereist, danach sorgte die Ulfaer Tanzgruppe GB Dance mit karibischen Rhythmen mitten im Winter für "Summer Feelings". Der Rotkäppchen-Club hatte einen Riesenerfolg mit dem Vollplayback zum Höhner-Hit "Ich schenke Dir mein Herz".

Danach musste erstmal gründlich sauber gemacht werden: Als aus Osteuropa stammende Putzfrauen, oh, pardon, Facility Managerinnen, brillierten Maximilian Häßner und Tobias Blum weniger als Bezwinger des Schmutzes, sondern vielmehr als Meister des Faschings.

Während Tobias Blum über Schmerzen am Genick, den Gedärmen, beim "Pischimachen" und über Hämorriden klagte, leitete Maximilian Häßner - der Niddaer Faschingsprinz der Vorjahres-Kampagne - über phonetische Ähnlichkeiten ab und riet zu Besuchen beim Genickologen, Därmatologen, Pischilogen und Arschälogen. Die Rainroder Gruppe "Limited Edition" hatte eine Choreografie zu Bon Jovis "Runaway" einstudiert, danach zofften sich Sonja Arnold und Frank Saliger nach einer Weltreise.

Die Gruppe "Gut Knie", ebenfalls ein Eigengewächs des Faschings Clubs Ulfa, huldigte tänzerisch dem englischen "Rächer der Enterbten", Robin Hood, danach fanden sich Prinz und Aschenputtel im Sketch "Cinderella". Das Männerballett sorgte mit "Flieger, grüß mir die Sonne" für Furore: Besonders bei den Hebefiguren "hob" auch das Publikum ab und tanzte mit.

Die vier "Feuer"-Darsteller der Tanzgruppe "Crazy Dancers" heizten den sechs "Eis"-Darstellern mächtig ein. Danach setzten sich die "Friedhofsschnallen" Sonja Arnold, Stephanie Jüngling, Andrea Schneider, Diana Götz, Monika Zinnel, Katja Götz, Christel Graf und Anette Haas im Wartezimmer des Arztes fest und lästerten über sich selber, den Dorfpfarrer, Deutschlehrer, die sich im Rechnen versuchen, und einige andere Ulfaer Mitbürger tüchtig ab.

Die Ulfaer Tanzgruppe "Streetgang" lieferte mit "Punk" mal wieder eine mitreißende Performance ab.

Aus Eichelsachsen waren Heike Materny, Uschi Lang und Hilde Weber zu ihrem Gesangsauftritt angereist, anschließend wurde die Bühne von zwei Männergruppen erstürmt: Das fesche Männerballett Eichelsachsen führte einen Gardetanz zu Technorhythmen auf, das Ulfaer Männerballett "Die Konfettis" stimmte das versammelte Weibervolk mit einem Potpourri aus Stimmungsliedern auf eine lange Feiernacht ein.

Quelle: Kreis-Anzeiger für Wetterau und Vogelsberg (http://www.kreis-anzeiger.de)

 

 

 

 


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